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Hände weg von diesem Gras
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Hände weg von diesem Gras

In Luzern ist in den letzten Monaten vermehrt CBD-Gras mit synthetischem Cannabinoid aufgetaucht. Die Drogeninformation warnt eindringlich vor dem Konsum dieses gefährlichen Krauts. Bleib informiert und schütze deine Gesundheit.
 
Aktuell verbreitet sich in Luzern offenbar vermehrt Cannabis, das mit einem gefährlichen Zusatzstoff versehen ist. Das scheinbar harmlose CBD-Gras enthält nicht nur die üblichen Wirkstoffe THC und CBD, sondern auch ADB-Butinaca, eine Cannabinoid-Designerdroge, die oft in synthetischen Cannabisprodukten vorkommt. Olivia Allemann, die Betriebsleiterin der Drogeninformation Luzern (DILU), warnt nachdrücklich vor den Risiken synthetischer Cannabinoide: „Synthetische Cannabinoide werden im Labor hergestellt, imitieren die Wirkung von THC-Gras, sind jedoch hochpotent und daher gefährlich.
 
Seit einigen Monaten hat der Trend wieder zugenommen. Vor etwa vier Jahren wurden erstmals synthetische Cannabinoide auf CBD-Gras durch ein Drug-Checking-Angebot in der Schweiz nachgewiesen. Der Trend ließ nach 2022 wieder nach. "Warum das genau so ist, können wir nicht mit Sicherheit sagen." Eine Überlegung von Allemann ist, dass ein Überschuss an CBD-Gras vorhanden ist: "Wenn man das scheinbar harmlose CBD-Gras mit synthetischen Cannabinoiden besprüht, kann es als THC-wirksames Gras verkauft werden.
 
Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) ist sich der Gefahren bewusst und hatte bereits damit zu tun: „Wir registrieren äußerst selten einzelne Patientinnen oder Patienten, die aufgrund von Nebenwirkungen nach dem Konsum von synthetischen Cannabinoiden den Notfall aufsuchen“, teilt das LUKS auf Anfrage mit. Solange die Substanz wirkt, werden die Patientinnen und Patienten im Krankenhaus überwacht. Es gibt derzeit kein spezifisches Gegenmittel.
 
Die synthetischen Cannabinoide gelangen häufig auf herkömmlichem Weg in die Schweiz, sei es durch Drogenschmuggel oder postalischen Versand. Es ist auch möglich, dass CBD-Hanf in der Schweiz legal angebaut wird, anschließend im Ausland verarbeitet wird und dann erneut in die Schweiz eingeführt wird.
Die Unterscheidung zwischen konventionellem Cannabis und solchem, das mit synthetischen Cannabinoiden behandelt wurde, gestaltet sich als Herausforderung.
 
Allemann erklärt: "Man kann keinen Unterschied erkennen, da man weder visuell noch olfaktorisch darauf schließen kann." Daher empfiehlt sie allen Konsumentinnen und Konsumenten, das Gras immer in einem Drug-Checking-Angebot testen zu lassen. Falls dies nicht möglich ist, sollten die Safer-Use-Regeln befolgt werden: "Beim sicheren Konsum von Cannabis wäre beispielsweise, zwei oder drei Züge zu nehmen, dann den Joint beiseite zu legen und 15 bis 20 Minuten zu warten. Tritt in dieser Zeit eine ungewöhnliche Wirkung auf, sollte man davon Abstand nehmen.
 
Allemann warnt eindringlich vor den Nebenwirkungen und Gefahren synthetischer Cannabinoide: „Im Gegensatz zum natürlichen THC treten bei synthetischen Cannabinoiden häufig akute und schwerwiegende Vergiftungen auf, da einige äußerst potent sind.“ Dies kann zu einer deutlich stärkeren und länger anhaltenden Wirkung des Joints führen.
 
Typische Anzeichen für den Konsum von synthetischen Cannabinoiden sind: Ohnmacht, Herzrasen, Krampfanfälle, Übelkeit und Erbrechen, wie von Zentralplus berichtet. Laut DILU kann der Konsum auch zu einer Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit, Verwirrung, Wahnvorstellungen, akuten Psychosen und sogar aggressivem Verhalten führen.
 
By P.Andres

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